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27.12.1985 / Meldungs-Nr.: AHI0030 / Ressort: Aussenpolitik (AA) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA098 5 AL 27.Dez 85 Anschläge/ Österreich/ Italien/ Israel/ Zus Terroranschläge gegen El Al - überblick l =

 
APA098 5 AL 27.Dez 85
Anschläge/ Österreich/ Italien/ Israel/ Zus
Terroranschläge gegen El Al - überblick l
Utl.: Attentate auf Flughäfen von Wien und Rom -
Drei Tote in Wien-Schwechat - TerrorJkommando gefaßt =
Wien/Rom (APA/ANSA/AFP/Reuter/dpa/AP) - Bei zwei Anschlägen auf
die Flughäfen Wien-Schwechat und Rom-Fiumicino sind am Freitag vor-
mittag nach letzten Angaben mindestens 19 Menschen ums Leben
gekommen, darunter auch einige der Terroristen. In beiden Fällen
wurden zahlreiche Menschen durch Handgranaten und Schüsse zum Teil
schwer verletzt. Die vorläufige Opferbilanz wies in Wien drei Tote
und mindestens 40 Verletzte auf, in Rom hat der Anschlag mindestens
16 Todesopfer und dutzende Verletzte gefordert. Beide Attentate
richteten sich gegen die israelische Fluggesellschaft El Al. ****
Auf dem Flughafen Wien-Schwechat schleuderten die drei Attentäter
zunächst Handgranaten zwischen die wartenden Passagiere vor dem El
Al-Schalter und schossen um sich. Dabei kam der 50jährige Österrei-
cher Eckehard Karner ums Leben, eine Frau erlitt ebenfalls tödliche
Verletzungen. Nach einem Schußwechsel mit Sicherheitsbeamten flüch-
teten die Terroristen mit einem vor dem Flughafengebäude geraubten
PKW, dessen Besitzer sie bedrohten. In der Nähe von Fischamend wurden
die Attentäter von der Polizei gestellt. Bei dem Schußwechsel starb
ein Terrorist, die beiden anderen wurden schwer verletzt festgenom-
men. Ihre Identität war zunächst nicht bekannt.
Der Flugbetrieb in Schwechat wurde kurz nach 11.00 Uhr wieder
aufgenommen. Es wurden sowohl Landungen als auch Starts durchgeführt.
Das Flughafengebäude war unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für
die Passagiere offen. Beim Abflug wurde noch bis etwa 13.00 Uhr mit
Verzögerungen gerechnet. Der Flughafen und die Umgebung wurden zu
Mittag noch nach Spuren und eventuellen Hintermännern des Anschlags
durchsucht.
Die Vertretung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO)
in Wien hat sich gegenüber der APA telefonisch von dem Attentat in
Wien-Schwechat distanziert und es verurteilt. (Forts.) pz/ti



 

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